Karrierepfad Flugbegleiter/in

Was macht ein Flugbegleiter/ eine Flugbegleiterin?

Flugbegleiter sind für das Wohlergehen der Passagiere an Bord eines Flugzeuges zuständig. Sie kümmern sich um das leibliche Wohl und betreuen die Fluggäste bei ihren Anliegen während des Fluges. Sie sind auch Ansprechpartner für alle Probleme und Beschwerden. Im Notfall leiten sie die richtigen Maßnahmen ein, um die Sicherheit aller an Bord befindlichen Personen zu gewährleisten.

So sieht der Zugang zur Tätigkeit als Flugbegleiter/ Flugbegleiterin aus

Nach einer entsprechenden EU-Verordnung müssen Flugbegleiterinnen, die sich bei Luftfahrtunternehmen bewerben, mindestens 18 Jahre alt sein und ihre Grundschulung, also die Ausbildung zur Flugbegleiterin, mit einer entsprechenden Bescheinigung erfolgreich abgeschlossen haben.

In regelmäßigen Abständen müssen sie sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, bei der die Tauglichkeit für die ihnen übertragenden Aufgaben geprüft wird.

Vor Eintritt in ein bestimmtes Unternehmen wird mit einer „Vertrautheitsschulung“ sichergestellt, dass die Flugbegleiter auch mit den eventuell unterschiedlichen Sicherheitseinrichtungen vertraut sind.

Gegebenenfalls werden Auffrischungskurse durchgeführt.

Welche Zugangsvoraussetzungen gelten für die Ausbildung?
Zugangsvoraussetzungen und Dauer der Ausbildung hängen von dem jeweiligen Lehrgangsträger ab und sind nicht überall einheitlich festgelegt. 

Grundvoraussetzungen sind in der Regel: Mittlere Reife, Mindestalter von 18 Jahren und eventuell abgeschlossene Berufsausbildung. Kenntnisse und Erfahrungen im Servicebereich sind in jedem Fall von Vorteil.

Weitere Kriterien sind Körpergröße ab 1,60 m und ein angemessenes Gewicht so wie eine überdurchschnittliche Ausdrucksweise in Deutsch. Flugbegleiterinnen müssen später in der Lage sein, sich einwandfrei ausdrücken zu können.


Englisch ist die vorherrschende Sprache im internationalen Luftverkehr; von daher wird auch fließendes Englisch erwartet. Weitere Fremdsprachen sind von Vorteil. 

Da die Tätigkeit bestimmte körperliche Anforderungen mit sich bringt, wird zu Beginn eine medizinische Eignungsuntersuchung durchgeführt.

Zusätzlich werden bestimmte berufsspezifische Merkmale im Arbeits- und Sozialverhalten gefordert, die für diesen Beruf notwendig sind. Ein freundlich-gewinnendes Wesen gehört genauso dazu wie Leistungs- und Einsatzbereitschaft und Durchsetzungsvermögen. Auch ein Interesse an sozial-beratenden und an verwaltend- organisatorischen Tätigkeiten sollte bereits zu Beginn vorhanden sein.

Welche Inhalte vermittelt die Ausbildung?

Die Ausbildung erfolgt in schulischer Form bei den jeweiligen Bildungsträgern. Sie kann je nach Anbieter sechs bis zwölf Wochen, manchmal auch bis zu sechs Monaten dauern.

Im theoretischen Teil lernen die künftigen Flugbegleiter ihre Aufgaben, die Organisation und den Ablauf ihrer künftigen Tätigkeit kennen.

Dazu gehört die genaue Kenntnis des Inneren der Kabine mit ihrer Sitzkapazität, mit technischen und architektonischen Besonderheiten und der Sicherheits- und Notfallausrüstung. Sie lernen ebenso verschiedene Flugzeugtypen und die Einrichtungen am Flughafen kennen und welche Dienstvorbereitungsmaßnahmen hier getroffen werden müssen.

In der Schulung wird weiter vermittelt, wie mit Weisungsrecht und Verantwortlichkeiten an Bord umgegangen wird und wie Checklisten, Dokumente und Flugdienstpläne zu handhaben sind.
Großer Wert wird auf die mündliche Kommunikation gelegt. Hier üben die künftigen Flugbegleiter nicht nur Ansagetexte in Deutsch und Englisch ein; sie erhalten darüber hinaus weiteres Sprachtraining und üben bestimmte Umgangsformen für Situationen ein, die an Bord auftreten können. 

Ein wichtiger Teil der Ausbildung ist auch das Catering. Hier steht das serviceorientierte Handeln, also die Frage, wie Essen und Trinken richtig angerichtet und serviert werden, im Mittelpunkt.
Während der Schulung kommt dem Notfalltraining besondere Bedeutung zu. 

Die praktischen Übungen unter Anleitung werden auf Kurzstrecken oder in Flugzeugattrappen durchgeführt. Dabei werden Kunden- und Serviceorientierung, Geschicklichkeit und Körperbeherrschung, Sorgfalt und psychische Stabilität in Stresssituationen eingeübt.

Was gibt es an Weiterbildungsseminaren?

Manche Fluggesellschaften bieten zusätzliche Schulungen an, bei denen zum Beispiel die Kenntnisse vom Erste-Hilfe-Kurs aufgefrischt oder bestimmte Verhaltensregeln für den Premiumbereich vertieft werden können.

Die wesentliche Weiterbildung für Flugbegleiter ist die Ausbildung zum Purser, der später die Führung der Kabinencrew übernimmt.

Dieser hat in der Regel die Ausbildung zum Flugbegleiter durchlaufen und mehrere Jahre Berufserfahrung. Er muss sich einem Bewerbungsverfahren unterziehen. Hat er das erfolgreich bestanden, bilden ihn die jeweiligen Fluggesellschaften zum Purser aus. Grundlage für diese Tätigkeit sind Teamfähigkeit, Kritikfähigkeit und Führungsqualitäten. Eine zweite Fremdsprache wird dabei erwartet.

Ein besonders wichtiger Teil seiner Ausbildung ist das Notfall-Verfahrenstraining.

Welche Aufgaben hat ein Purser?

Ein Purser ist als leitender Flugbegleiter den anderen Flugbegleitern übergestellt. Zu seinen Aufgaben gehört die Überwachung der Sicherheitseinrichtungen an Bord. Er ist für die Bestückung der Bordküche verantwortlich und verteilt die Aufgaben unter den anderen Crew-Mitgliedern.

Weiter ist er für die Passagier-Ansagen zuständig und fungiert als Bindeglied in der Kommunikation zwischen Cockpit und dem Kabinenpersonal.

Im Notfall koordiniert er die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen.

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