Tipps zur Bewerbung als Flugbegleiter/in

Bewerbung als Flugbegleiter/in

Voraussetzungen – Was macht einen guten Flugbegleiter aus?

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bewerbung als Flugbegleiter müssen nicht bereits im Bewerbungsschreiben bewiesen sein. Vielmehr erfolgt die Prüfung der Eignung später in den einzelnen Etappen des Bewerbungsverfahrens.

Ein ausgefallener Beruf verlangt nach außergewöhnlichen Voraussetzungen. Damit sich der Einsatz für eine erfolgreiche Bewerbung lohnt, ist es hilfreich sich bereits im Vorfeld mit diesen auseinanderzusetzen.

Die Liebe zum Reisen gehört zu den Grundanforderungen. Im Idealfall ist der Bewerber auch mit Fernreisen über die großen Weltmeere vertraut. Leistung und Laune bleiben trotz großer Zeitverschiebungen konstant, und es besteht das große Bedürfnis, die Welt noch an vielen Orten neu zu entdecken.

Eine gute Verständigung in englischer Sprache muss möglich sein, und der Bewerber muss schwimmen können. Eine Erkrankung an Diabetes oder ein eingeschränktes Sehvermögen von fünf Dioptrien oder mehr führt leider zum Ausschluss aus dem Bewerbungsverfahren. Manche Fluggesellschaften setzen auch eine bestimmte Körpergröße voraus.

Zu den persönlichen Fähigkeiten eines guten Flugbegleiters zählen ein hohes Maß an Freundlichkeit und Teamgeist. Hohe Konzentration, zügiges Arbeiten und schnelle Problemlösungen müssen auch in hektischen Situationen garantiert sein. Die Fähigkeit, auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen verschiedenster Kulturen einzugehen, ist in diesem Beruf stark ausgeprägt. Der Gast soll sich stets sicher und wohl fühlen und wird den erlebten Service, und somit auch die Fluggesellschaft, für lange Zeit in Erinnerung behalten.

Der Bewerber muss sich bereits im Vorfeld darüber bewusst sein, dass die Arbeitszeiten sehr unregelmäßig sind. Er wird häufig an Wochenenden und Feiertagen in der Luft sein und Schichtdienst leisten. Trotzdem ist die Arbeit mit sehr viel Freizeit verbunden. Natürlich haben auch Flugbegleiter eine Heimat mit Familie und Bekannten, Sie sehen diese nur nicht mehr so häufig.

Neben den Reisen kann auch ein Umzug in Flughafennähe sinnvoll sein, um Zeit für lange Anfahrten zu sparen. Wer sich dieser Voraussetzungen bewusst ist und gleichzeitig ein hohes Bewusstsein für ein gepflegtes Äußeres besitzt, kann viel Freude am Beruf des Flugbegleiters haben.

Anschreiben und Lebenslauf – Welche Besonderheiten sind wichtig?

Die Bewerbung erfolgt bei vielen Fluggesellschaften online. Es ist sinnvoll, alle erforderlichen Unterlagen bereits in geeigneter Form digitalisiert zu haben, damit diese ohne Probleme hochgeladen werden können.

Im Anschreiben macht der Bewerber auf seine besonderen Fähigkeiten und Qualitäten aufmerksam. Das können verschiedene Fremdsprachen oder bereits gesammelte Erfahrungen im Servicebereich sein. Der Lebenslauf enthält zum einen persönliche Daten, zum anderen eine Übersicht des bisherigen Berufslebens.

Ein weiterer Punkt kann auf bisher durchgeführte Reisen hinweisen. Zusammen mit den Zeugnissen sind die Bewerbungsunterlagen komplett. Mit dem Hochladen der Dokumente ist der erste Schritt geschafft.

Der weitere Bewerbungsweg grenzt sich etwas ab von dem für „normale“ Berufe. Die ersten Bewerber sind aussortiert und es folgt in der Regel ein Online-Test.

Die Fragestellungen dienen beispielsweise dazu, die Englisch-Kenntnisse des angehenden Flugbegleiters zu bewerten. Ein Countdown verhindert, dass beim Test geschummelt werden kann. Daher ist auch hier eine gute Vorbereitung wichtig.

Ist der Test bestanden, findet in der Regel ein Auswahltag statt. Beim ersten persönlichen Treffen ist Pünktlichkeit oberstes Gebot. Bei einer weiteren Anreise ist es ratsam, schon am Abend früher anzureisen. So bleibt noch Zeit, um sich innerlich zu sammeln und zur Ruhe zu finden. Am Auswahltag treffen die Mitbewerber aufeinander, um in verschiedenen Tests mit ihren Fähigkeiten zu überzeugen.

Wer sich nur auf Theorie einstellt, kann von praktischen Übungen schnell überrumpelt sein. Ein kurzer englischer Smalltalk dient beispielsweise dazu, die Kenntnisse des Bewerbers in der Praxis zu testen.

In diesem Auswahlverfahren verkleinert sich die Gruppe der Mitstreiter von Test zu Test. Wer weitergekommen ist, kann jetzt seine Nervenstärke beweisen, indem er die Ruhe wahrt. Nach den Prüfungen in der Gruppe kommt es zu persönlichen Einzelgesprächen. Hier kann der angehende Flugbegleiter noch einmal zeigen, dass er trotz anstrengender Stunden noch mit voller Aufmerksamkeit im Rennen ist.

Er beantwortet Fragen über die Einstellung zur eigenen Motivation und bewertet die wichtigen Punkte der Arbeit eines Flugbegleiters. Der Bewerber wird mit einzelnen Situationen aus dem Berufsalltag konfrontiert und Lösungen vorschlagen. Verschiedene Airlines bieten an diesem Tag auch häufig die Möglichkeit, mit erfahrenen Flugbegleitern ins Gespräch zu kommen.

Auf diese Weise kann der Bewerber selbst noch einmal abwägen, ob er mit seinem Wunschberuf auf lange Sicht wirklich erfolgreich und glücklich werden kann.

Bewerbung – Welche Erfahrungen und Fähigkeiten sind von Vorteil?

Wer alle Voraussetzungen für den Beruf des Flugbegleiters erfüllt, hat gute Chancen auf eine Einstellung. Bewerber mit hohem Bildungsabschluss werden sehr geschätzt. Das können Abiturienten sein, aber auch welche mit einer abgeschlossenen Ausbildung in der Gastronomie.

Wer eine Fremdsprache in einem hohen Level beherrscht, sollte bereits im Bewerbungsschreiben darauf aufmerksam gemacht haben. Bereits unternommene Fernreisen sind für die Airline ein Indiz für die Liebe zum Beruf des Flugbegleiters.

Auch Nervenstärke lässt sich beweisen. Wer sich im Auswahlverfahren nicht aus der Ruhe bringen lässt und bis zum Schluss freundlich souverän auftritt, fällt positiv auf. Gute Teamfähigkeit macht sich bemerkbar, wenn der Bewerber in kurzen Gesprächen denjenigen unter die Arme greift, die gerade wiederaufgebaut werden müssen.

Die Personalverantwortlichen beobachten jeden Einzelnen während des Ausleseverfahrens sehr genau und schätzen ihn dementsprechend ein.

Bewerbungsgespräch – Welcher Auftritt ist perfekt?

Flugbegleiter überzeugen stets mit einem überaus gepflegten Erscheinungsbild. Beim Bewerbungsgespräch ist es ratsam, nichts dem Zufall zu überlassen. Ein dezentes Make-Up wirkt gepflegt und authentisch. Die Frisur muss auf jeden Fall frisch und in Form sein. Damen dürfen gerne mit dezent hochgestecktem Haar überzeugen.

Herren präsentieren sich mit Anzug und Krawatte und beweisen damit, dass Sie sich auch später in Ihrer Uniform wohlfühlen. Damen greifen zu Rock, passendem Blazer und weißer Bluse. Makellose Feinstrümpfe sind genauso unverzichtbar, wie passende Schuhe. Wer sicher darin laufen kann, darf gerne auf Pumps zurückgreifen.

Von oben bis unten muss die Erscheinung ein Gefühl der Ordnung und Sauberkeit hervorrufen. Trotzdem ist mit der passenden Optik nur die halbe Miete gewonnen.

Der Auftritt beginnt mit dem ersten Händedruck und dem ersten Blickkontakt. Der erste Eindruck entscheidet über den weiteren Verlauf des Gesprächs und bestimmt damit einen Teil des Erfolges. Was hier gewonnen wird, das bleibt. Durch Gestik und Mimik ist der Bewerber in der Lage Freundlichkeit und Offenheit zu beweisen.

Ein zustimmendes Kopfnicken beim Zuhören beweist Aufmerksamkeit. Das Gegenüber muss davon überzeugt werden, dass die volle Konzentration des Bewerbers bei ihm liegt. In einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch verhält sich der angehende Flugbegleiter so, wie es auch später im Flugservice von ihm erwartet wird. Er geht auf die Anliegen des Gesprächspartners ein, antwortet souverän und versucht Lösungen zu finden.

Der Erfolg des Bewerbungsgesprächs hängt dabei vom Gesamtpaket der Erscheinung ab. Der persönliche Charakter darf durch das erarbeitete Erscheinen nicht verloren gehen. Die Airline wird sich auf der Suche nach einem guten Flugbegleiter immer für denjenigen entscheiden, der auch im Gespräch glaubhaft ankommt.

Nur so entsteht eine Vertrauensbasis, mit der ein Bewerber als guter Flugbegleiter akzeptiert wird.